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Saison 2004/05 | UEFA-Cup 1. Phase | 3. Runde

 

Austria Wien - Legia Warschau 1:0 (0:0)
Stadion: Wiener Praterstadion

Ernst Happel Stadion 16. September 2004 20:45 Uhr
Schiedsrichter: Witalij Goduljan (Ukraine)
Zuschauer: 18.756
 
Torschütze:
Markus Kiesenebner 83. Minute
   
   

Startaufstellung:

Nr.Name  AbBis
1 Joey Didulica   090
5 Sasa Papac   090
6 Ernst Dospel   090
2 Rabiu Afolabi  090
17 Didier Dheedene   090
7 Libor Sionko   078
20 Markus Kiesenebner  090
11 Stepan Vachousek   090
15 Jocelyn Blanchard  090
9 Ivica Vastic   067
21 Sigurd Rushfeldt   090


Ersatzbank:

Nr.Name 
12 Szabolcs Safar   
3 Fernando Ariel Troyansky   
23 Richard Kitzbichler   

Einwechslungen:

Nr.EingewechseltAusgewechselt  AbBis
22 Tosin DosunmuIvica Vastic   6790
10 Vladimir JanockoLibor Sionko   7890
8 Michael WagnerStepan Vachousek   9094

 
   
 
Spielbericht:
von orf.at

Mühevoller Sieg im Happel-Stadion

Die Siegesserie der Wiener Austria fand auch am Donnerstag im UEFA-Cup eine Fortsetzung. Der ÖFB-Vizemeister gewann das Erstrunden-Hinspiel gegen Legia Warschau nach hartem Kampf 1:0 (0:0) und feierte damit den fünften Zu-Null-Sieg in Folge. Für das Siegestor sorgte vor knapp 19.000 Zuschauern in der 83. Minute Kiesenebner mit einem Weitschuss aus 25 Metern. Das Rückspiel findet am 30. September in der polnischen Hauptstadt statt. Das Hinspiel gegen die vor der Pause überlegenen Gäste war ein hartes Stück Arbeit, nach 90 Minuten stand jedoch der fünfte Sieg en suite zu Buche.

Gäste in erster Hälfte überlegen

Sportlich hatten sich die Gäste vor dem Hinspiel außerordentlich selbstbewusst geäußert, die Austria sprach hingegen zurückhaltend von einer 50:50-Chance. Zu Recht, wie sich bereits in den Anfangsminuten deutlich zeigte. Legia legte mit breiter Brust los und drängte überfallartig aufs frühe Auswärtstor. Bei einem Drehschuss von Saganowski rettete Didulica zur Ecke, nach dem Corner verfehlte ein Kopfball des freistehenden Poledica das Tor (jeweils 8.).

Riesenglück für die Austria

Riesenglück hatten die Veilchen nach einer Viertelstunde: Didulica lenkte einen Surma-Schuss an die rechte Stange, den Abpraller aus kürzester Distanz setzte dann Wlodarczyk an den linken Pfosten (15.). Legia hatte das Geschehen nicht zuletzt dank großer Laufleistung sicher im Griff, das Fünfer-Mittelfeld sorgte für ein deutliches Übergewicht, vor allem Surma geigte im Mittelfeld auf. Die erste große Austria-Chance war logischerweise ein Zufallsprodukt, nach einer Unsicherheit in der Legia-Defensive tauchte Vastic alleine vor dem Tor auf, scheiterte jedoch an Goalie Boruc (26.).

Energischer aus der Kabine

Mit dem 0:0 gut bedient ging die viel zu zurückhaltende Austria in die Pause. Nach Wiederbeginn zeigten sich die Hausherren endlich energischer und bissiger. Rushfeldt prüfte Boruc (57.), Sionko traf nach Dheedene-Hereingabe das Außennetz und ein abgefälschter Freistoß von Vachousek aus großer Entfernung klatschte an die Latte (64.). Fast schien sich die starke Austria-Phase schon als Strohfeuer zu erweisen, da schlugen die Violetten im Finish entscheidend zu.

Später Siegestreffer

Nach weitem Einwurf von Dheedene konnte Legia nur kurz klären, Kiesenebner, der im Rückspiel gesperrt ist, fasste sich aus knapp 25 Metern ein Herz und schoss per Aufsetzer zum erlösenden 1:0 ein (83.). Der eingewechselte Dosunmu hatte in der Nachspielzeit das 2:0 auf dem Fuß, der pfeilschnelle Nigerianer schloss aber einen Alleingang mit einem Schuss hauchdünn am kurzen Eck vorbei ab (92.). Im Vorfeld der Partie wurde das Ur-Veilchen Herbert Prohaska von seinem Ex-Klub ausgezeichnet. "Schneckerl" erhielt anlässlich seiner Wahl zum rot-weiß-roten Jahrhundert-Fußballer eine Urkunde sowie ein Original-Austria-Trikot mit "seiner" Nummer 8.

Randale vor dem Spiel

Gerüchte um einen geplanten Platzsturm einer Legia-Hooligan-Gruppe hatte im Vorfeld der Partie für gehörig Zündstoff gesorgt. Die mitgereisten Fans wurden im dritten Rang untergebracht und von einer mit Helmen und Schutzschildern ausgestatteten Spezialeinheit der Wiener Polizei umzingelt. Eine zerstörte TV-Kamera im Polen-Sektor, zerschnittene Autoreifen und ausgeräumte Autos rund ums Prater-Oval sowie sechs verletzte Ordnungshüter sorgten dennoch für einen schalen Beigeschmack.

UEFA-Cup, erste Runde, Hinspiel:
Donnerstag
Austria - Legia Warschau 1:0 (0:0)
Happel-Stadion, 19.000 Zuschauer, SR Witalij Goduljan (UKR)

Tor: Kiesenebner (83.)

Austria: Didulica - Dospel, Afolabi, Papac, Dheedene - Sionko (78. Janocko), Kiesenebner, Blanchard, Vachousek (90. M. Wagner) - Rushfeldt, Vastic (67. Dosunmu)

Legia Warschau: Boruc - Szala, Jozwiak, Poledica - Tomasz Sokolowski I (82. Tomasz Sokolowski II), Dudek (89. Karwan), Jarzebowski, Surma, Kielbowicz - Wlodarczyk, Saganowski

Gelbe Karten: Afolabi, Blanchard, Kiesenebner (damit im Rückspiel gesperrt) bzw Poledica, Dudek, Jarzebowski
 


 
   
 
   
   
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