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Betreuerübersicht | Georg Schreitl
     

Georg Schreitl

   
 
 
Geburtsdatum   Homepage
29.09.1929   Keine
     
Geburtsort   Nationalität
Wien   Österreich
     
Beschreibung    
„Schurli“ Schreitl war kein normaler Masseur bei der Austria. Es ist keine Übertreibung wenn er als Austria Legende bezeichnet wird. Trug sich doch folgendes bei den Spielen der Austria zu: Ein Spieler von Austria Wien krümmt sich vor lauter Schmerzen am grünen Rasen. Da eilt plötzlich ein etwas älterer Herr mit schwarzen Adidas Koffer und Thermophor in der Hand auf das Spielfeld und sorgt sich um den Verletzten. Bis zu diesem Moment seine Situation wie man sie wohl auf allen Fußballplätzen dieser Welt kennt. Doch jetzt passiert etwas Ungewöhnliches: Sobald der ältere Herr im Laufschritt das Spielfeld wieder verlässt, braust plötzlich unbeschreiblicher Jubel auf – so als wäre soeben ein wunderschönes Tor erzielt worden!

Auch wenn es „Nichteingeweihten“ damals vielleicht etwas wunderlich vorgekommen ist, die Fans der Wiener Austria wussten genau was los war: Nicht irgendein Arzt oder Masseur ist da vor ihnen auf´s Spielfeld gelaufen, nein: „Schurli“ Schreitl höchstpersönlich. Unter „Schurli, Schurli – Sprechchören“ nahm er wieder Platz auf der Betreuerbank.

Georg "Schurli" Schreitl kam am 29.09.1929 in Wien zur Welt. Er lernte zunächst den Beruf des Bäckers und arbeitete für die Firma Anker. Während der Kriegswirren war er bei der Sanität beschäftigt, danach kehrte er wieder in die Brotfabrik zurück.

1955 absolvierte er bei Prof. Prokop einen Massagekurs und begann bei Wienerfeld als Masseur zu arbeiten. Drei Jahre später wechselte er von der ersten Klasse in die zweite Division zu Rapid Oberlaa. Weitere drei Jahre später massierte er erstmals die Wadeln bei einem Erstdivisionär: beim WAC. Und schließlich 1964, kam „Schurli“ Schreitl zur Austria. Bis 1967 arbeitete er auch noch bei der Firma Anker, dann ließen sich die beiden Jobs nicht mehr miteinander verbinden, schon alleine deswegen nicht, weil Schreitl damals der einzige Masseur der Mannschaft war. Er ließ also seinen Beruf als Bäcker fallen und widmete sich von nun an ganz und gar dem Profifußball.

Nachdem sich seine außergewöhnlichen Fähigkeiten immer mehr und mehr herumgesprochen hatten, wurde er von 1978 bis 1982 auch zum Masseur der Nationalmannschaft ernannt. Als seine persönlichen Höhepunkte während dieser Zeit sieht Schreitl die Weltmeisterschaft in Spanien 1982.

Auf seinen größten Erfolg angesprochen, stellt er allerdings ein anderes Spiel noch über die Weltmeisterschaften: „Das Europacup-Finale mit der Wiener Austria 1978 wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Heute noch bin ich der Meinung, dass wir damals die stärkste Mannschaft aller Zeiten gehabt haben. In unserem Team sind so viele erstklassige Einzelkönner gestanden, dass ich immer gerne an diese Spieler zurückdenke“ so „Schurli“ Schreitl in einem Interview 1994.



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Letztes Update am: 21.01.2017
 
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